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Schamanismus

Der Ursprung

Oft wird behauptet Schamanismus stamme aus Sibirien, da der Begriff "schaman" aus der tungusischen Sprache Sibiriens kommt. Schaman bedeutet sowohl, "der Wissende, der im Dunkeln sieht" als auch "Feuer, Hitze, Glut, der durch Feuer transformiert".

Laut historischer Überlieferungen lässt sich Schamanismus bis in die Steinzeit zurückverfolgen und ist somit das älteste Heilungssystem
- ein Erbe der gesamten Menschheit.


Die Aufgabe des Schamanen

ist es die Verbindung zur geistigen Welt herzustellen und aufrecht zu erhalten. Mit Hilfe von verschiedenen Techniken erreicht der Schamane den veränderten schamanischen Bewusstseinszustand und reist in die geistige Welt, die nichtalltägliche Wirklichkeit.
Im Gegensatz zu anderen veränderten Bewusstseinszuständen bleibt im schamanischen Bewusstseinszustand der aktive Wille, die bewusste Handlungsfähigkeit und die Kontrolle vollständig erhalten.

Mit Hilfe der Spirits, den Geistern, die dem Schamanen in Form von Tieren, Pflanzendeven, Ahnen, Naturgestalten, Gottheiten oder anderen Wesenarten begegnen, erhält er Informationen, kann Diagnosen erstellen, um Rat und Hilfe bitten und sich mit ihrer Heilkraft verbinden.
Der Schamane kann auch in der alltäglichen Wirklichkeit, der materiellen Welt reisen und Informationen über die verschiedensten Dinge erfahren.


Core - (Kern-) Schamanismus

Michael Harner, amerikanischer promovierter Anthropologe, entwickelte zu Beginn der achtziger Jahre den Core-Schamanismus. Neben seiner akademischen Laufbahn betrieb er fast 40 Jahre lang Feldforschung bei nord- und südamerikanischen Indianern, den Inuit in der Kanadischen Arktis, den Sami in Lappland und bei sibirischen Völkern.

Er setzte dieses gesammelte Wissen der noch erhaltenen schamanischen Traditionen zu einem kulturunabhängigen, zeitlosen Kern-Schamanismus zusammen, der jederzeit und allen Orts praktizierbar und erfahrbar ist. Dieser zeit- und kulturübergreifende Kern ist die schamanische Reise in die nichtalltägliche Wirklichkeit.


Die schamanische Reise

und das Wissen darum, dass wir in zwei Welten leben - der materiellen (alltäglichen) und der geistigen (nichtalltäglichen) - , bilden den Kern des Schamanismus.

Der veränderte schamanische Bewusstseinszustand, eine leichte Trance, bei der die Eigenkontrolle vollständig erhalten bleibt, kann durch verschiedene Methoden erreicht werden.
Zum Beispiel durch monotones Trommeln, Rasseln, Gesang, Tanz, Hyperventilation, Halluzinogenen, etc.. Die Methoden unterscheiden sich je nach Kultur, gemeinsam ist allen, das monotone Schlagen der Schamanentrommel, wobei ein Sinneskanal überproportional stimuliert wird, während die anderen heruntergefahren werden.

Der Klang der Trommel stellt den Herzschlag dar, sowohl den menschlichen Herzschlag als auch den Puls von Mutter Erde die uns alle am Leben erhält.

Die schamanische Reise ist immer zielgerichtet mit einem klar formulierten Anliegen und einem klaren Ende.


schamanisieren oder Schamane sein?

Jeder Mensch besitzt die Fähigkeit sein Bewusstsein zu verändern, aber nur weil man sein Bewusstsein verändern und in die geistige Welt reisen kann, ist man deswegen noch kein Schamane. Trotzdem kann jeder mittels schamanischer Techniken schamanisieren, das heißt in die nichtalltägliche Wirklichkeit reisen und sich mit den Kräften des Universums verbinden.

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